Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft

„Erbgut Reproduzieren“ versus „Identisches Klonieren“, - „Individualrasse“ versus „Individualkopie“ http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/245-die-neue- weltordnung?showall=&start=22

Die Technologie von CRISPR, auch CRISPR Cas9 in der korrekten wissenschaftlichen Nomenklatur, wird gegenwärtig von Saatgut- und Pflanzenkonzernen in der Weise angewendet, dass das Genom derselben mit dieser revolutionär/evolutionär einfachen und präzisen Technik mutiert oder wie man sagt „editiert“ wird. Daraus entstehen in ihren Erbeigenschaften teils völlig veränderte Pflanzen, die heute schon als Nahrungsmittel auf dem Markt sind.

 

Eine neue interessante Einführung aus der Schweiz empfiehlt sich zu lesen:

Ehttp://www.gensuisse.ch/sites/default/files/publikationen/science_aktuell_2016_de_web.pdf

Es läuft eine heftige wissenschaftliche, ethische und politische Diskussion über so genetische veränderte Samen und Pflanzen, da man wissenschaftlich auf dem Standpunkt stehen kann, dass die vorgenommenen Veränderungen im wesentlich dem entsprechen, was die Natur auch evolutionärer entlang von Mutationen entstehen lassen kann und dass die CRISPR Veränderungen als solche nicht als unnatürliche Veränderungen biologisch nachweisbar seien ,- Beispiel der zur Produktion und Verzehr zugelassene durch Gendeletion entworfene Pilz aus den USA:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/245-die-neue-weltordnung?showall=&start=7

Andere sehen aber die Deletion von Genen oder die Einführung von natürlichen Gen Sequenzen in bestehende DNA als eine Gefahr für die natürliche Biologie der Samen, von Pflanzen und Nahrungsmitteln an.

http://www.deutschlandfunk.de/gentechnik-in-der-landwirtschaft-ohne-kennzeichnung-in-den.724.de.html?dram:article_id=365579

Ich habe einmal aus einer ganz anderen biologischen Sicht die mögliche Problematik untersucht, indem ich die Frage aufwerfe, ob die sicher eintretenden Konformationsänderungen in geneditierten Samen und Pflanzen zu einer Immunantwort gegen dieselbe DNA oder gegen die von ihr codierten Proteine in Tieren oder eben im Menschen auslösen kann mit der Folge von Immunkrankheiten.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/245-die-neue-weltordnung?showall=&start=8

 

Steht das Leben in den Sternen geschrieben?

      Erstes stellares chirales Organomolekül

 

http://science.sciencemag.org/content/early/2016/06/13/science.aae0328

In SCIENCE vom 14.6.2016 haben Forscher  “chirales” Propylenoxid entdeckt.

Chiral meint die „Händigkeit“ eines Moleküls, d.h. die stereochemische räumliche Anordnung von Atomen.

 

Wenn man chirale Moleküle spiegelt, so führt das nicht zur Selbstabbildung, d.h. man kann sie nicht zur Deckung bringen. Die Moleküle sind einmal rechts und links „gedreht“ wir unsere Hände oder auch Schneckenhäuser. Gute Beispiele sind auch händische Instrumente für Rechts- und Linkshänder, wie z. B. Korkzieher.

 

(http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-bild-20279-2016-06-15-30347.html)

In der Chemie wird das Molekül wie folgt beschrieben:

Propylenoxid (PO) , ein Epoxid, ist eine hochreaktive, farblose, flüssige, hochentzündliche, organische Verbindung .Alle derzeit betriebenen oder vorgeschlagenen Verfahren zur Erzeugung von Propylenoxid sind mit erheblichen, in molarem Verhältnis stets über eins liegenden Nebenproduktmengen gekoppelt, die das Abwasser belasten (Propylenchlorhydrin-Verfahren), in aufwendig zu trennenden Vielstoffgemischen mit mengenmäßig nur geringem Propylenoxidanteil anfallen (Propan-Oxidation) oder eine Coproduktion liefern, die gewichtsmäßig das zwei- bis dreifache der entsprechenden Propylenoxid-Herstellung ausmacht (Hydroperoxid-Verfahren, Peressigsäure-Prozeß). Das Epoxid Propylenoxid ist kein natürlich vorkommender Stoff, sein Vorkommen in der Atmosphäre wird auf Industrieemissionen und deren Weiterverarbeitung zurückgeführt.“
Das kann man nunmehr nicht mehr mit Sicherheit sagen, denn auf der Erde hergestelltes Propylenoxid wird wohl nicht bis in die Milchstraße gelangt sein?

Propylenoxid ist das erste chirale Molekül, welches außerhalb unsere Sonnensystems in der großen Gas- und Staubwolke Sagittarius B2 gefunden wurde.

                       

Max Planck Forschung:

http://www.mpifr-bonn.mpg.de/337340/sgrb2

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verzweigte-organische-Molekuele-im-interstellaren-Raum-entdeckt-2404707.html

Forscher des Max-Planck-Institutes hatten schon zuvor „organische“ Moleküle in der Gaswolke von Sagittarius B2“ gefunden, deren Struktur nicht chiral ist

2016  wurde von ihnen und internationalen Mitarbeitern Äthylcyanid und Methylcyanid dortselbst gefunden:

https://arxiv.org/pdf/1604.03256.pdf

Das weist darauf hinweist, dass auch andere organische Moleküle im Weltall entstehen können und dass Sagittarius B2 besonders „fruchtbar“ ist zu solcher Synthese und erstmals eine chirale Molekülstruktur gefunden wurde.

Wenn man das liest, so muss, wo diese Moleküle gefunden wurden, die Voraussetzung für eine „Organische Chemie“ vorhanden sein. Auch wenn die Substanz etwa 27000 Lichtjahre entfernt entdeckt wurde, so muss in der Milchstraße eine Organochemie bestehen und es ist denkbar, dass solche auch in anderen Bereichen des Weltalls vorkommt. Damit ist weiter denkbar, dass die Moleküle zur „Selforganization of Matter“ (Manfred Eigen) aus dem Welt vor Zeiten auf die Erde gekommen sein könnten. Dort haben sie „Lebensbedingungen“ vorgefunden, die zur Evolution höher organisierter organochemischer und selbsreplizierender  Strukturen geführt haben,. Hierfür gibt es gegenwärtig 3 brauchbare Theorien:

http://www.planet-wissen.de/natur/forschung/entstehung_des_lebens/

Ob unter ähnlichen Voraussetzungen erdähnliche organische Biostrukturen, oder gar etwas, was man nach menschlicher Definition als „Leben“ bezeichnen kann, ist gegenwärtig allenfalls Spekulation. Allerdings sind alle „lebenden“ Biostrukturen chemisch chiral und in Meteoriten sind chirale Strukturen gefunden worden. Unklar ist aber, auf welchem chemischen Weg, anders als bei der industriellen Herstellung auf der Erde, im Weltall chirales Propylenoxid Molekül entstanden sein können.  

 

 

Zur Frage “Killer Roboter”

Alexander Reben ( http://areben.com/)  hat einen Roboter konstruiert, der absichtlich Menschen verletzen kann. Er beschreibt sich selbst so:

I am an Artist and Engineer. My interest is in human-machine relationships including how technology can be a lens with which to study humanity. I have an educational background in robotics, applied math and art. I obtained my masters degree at the Responsive Environments Group at the MIT Media lab where I used sensors, big data, and robotics to explore technological symbiosis. Currently I am a consultant, writer and artist – creating installations. I also regularly speak and appear on panels discussing everything form design to robot ethics.

In seinem Experiment mit dem von ihm konstruierten Roboter, der absichtlich zustechen kann, ging es ihm darum grundsätzlich Fragen der Programmierung von Robotern aufzuwerfen. Roboter kommen immer mehr in unser Tagesleben, Berufsleben, Serviceleben und niemand hat bisher in Reakität die Frage aufgeworfen, wozu Roboter fähig sein können oder zu welchen Fähigkeiten sie programmiert werden können. Wenn dies in einem Science Fiktion Film, wie iRobot thematisiert wird, so ist das eben SciFi, aber wie so oft, sind SciFi Produkte nur der Realität einen Schritt voraus. Dies wiederum hat Issak Asimov lebenslang intensiv thematisiert.

Wir lesen in Wikipedia ( https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Asimov):

Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:

  1. Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
  2. Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
  3. Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag durchzuführen.

In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950), welche die Basis für den gleichnamigen Film wurden handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel

  • einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
  • „verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
  • einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)

Alexander Reben hat mit seinem Experiment nun das von Asimov postulierte Gesetz, wonach ein Roboter nie einem Menschen  ( und umgekehrt) schaden darf durchbrochen und damit SciFi Ängste in die Realität übersetzt.

 

 

Am weitesten ist sicher das amerikanische Militär gediehen mit seinen Kampfrobotern, die bei Boston Dynamics entworfen wurden:

https://www.youtube.com/user/BostonDynamics

Google/Alphabet  hat wohl „kalte Füße“ bekommen, weil die Entwicklung von autarken Robotern  genau in die Richtung der von Reben thematisierten Gefahr laufen kann.

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/google-alphabet-verkauft-boston-dynamics

Wir wissen nicht, was die neuen Käufer von Boston Dynamics im Sinne haben. Aber eines darf klar sein: das amerikanische Militär wird die Entwicklung weitertreiben.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Spot-US-Militaer-testet-Laufroboter-von-Boston-Dynamics-2823311.html

Die Diskussion darüber ist in vollem Gange.

http://www.sueddeutsche.de/politik/revolution-beim-militaer-die-kriegs-maschine-1.2953579

„"Die Geschichte zeigt, dass Waffenverbotsverträge meist einen Krieg zu spät kommen"”

Die Verwendung von Giftgas wurde verbannt und wird angewendet (Assad), Streubomben wurde geächtet und werden angewendet (Assad). Übrigens allerdings haben weder die USA noch Russland oder China ein Abkommen zur Ächtung ratifiziert. Niemand, auch nicht die hilflose UNO (wozu dient sie eigentlich?), hat seit Jahren den Mut diesen Diktator zu beseitigen. Atombomben sind unter Kontrolle, - nur wie lange, wenn man die Entwicklung in Nordkorea beobachtet.

Autonome Roboter Waffensysteme sollten JETZT und nicht erst nach einem großen Zwischenfall geächtet werden oder rechtlich verbindlich reguliert werden.

Meine Erfahrung lehrt aber, dass solche Regularien in der Menschheitsgeschichte nicht greifen. Letztes Beispiel auch die Stammzellforschung mit den vagen Ergebnissen der Konferenz im Dezember 2015. Auch die Konferenz in Genf autonomem Waffensystem betreffend hat zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt.

http://www.facing-finance.org/de/2016/04/deutsch-pressemitteilung-unterstutzung-fur-verbot-autonomer-waffen-wachst-un-verbotsprozess-kommt-aber-nur-sehr-schleppend-voran/

Der heute in Genf – unter deutschem Vorsitz – erzielte Kompromiss sieht u.a. vor, der anstehenden CCW-Revisionskonferenz zu empfehlen, eine Gruppe von Regierungssachverständigen (Group of Governmental Experts / GGE) zu installieren. Diese soll dann in den nächsten beiden Jahren 6 Wochen lang „Empfehlungen und Optionen“ erarbeiten, wie in Bezug auf tödliche autonome Waffensysteme im Rahmen der VN-Waffenkonvention weiter verfahren werden soll.

Folgt die CCW-Revisionskonferenz im Dezember 2016 dieser Empfehlung, würden die Gespräche einen formalen Charakter bekommen und somit das Ziel einer präventiven Verbotskonvention für tödliche autonome Waffensysteme etwas näher rücken“

Es keinen Beleg dafür, dass nationale Bewertungsprozesse die Entwicklung von Waffensysteme jemals verhindert hätten und deshalb benötigen wir eine neue, präventive und völkerrechtlich verbindliche Konvention zum Verbot autonomer Waffensysteme,“ sagt Thomas Küchenmeister von Facing Finance, einer deutschen Mitgliedsorganisation der „Campaign to Stop Killer Robots“.

Thomas Küchenmeister
Facing Finance e.V.
(Campaign to Stop Killer Robots in Deutschland),
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.killer-roboter-stoppen.de

Diese Waffensysteme sind aber für die Militärlobby viel zu verlockend für hybride Kriegsführung „vom Schreibtisch aus, wie die mit Drohen), als dass sie aufgegeben würden.

Wie ich hier schon mehrmals gesagt habe: Alle diese teuren Konferenzen weltweit, entstanden aus dem Schrecken über die Möglichkeiten des erfinderischen menschlichen Gehirns im Wettstreit mit Moral und Ethik (denken wir nur an die hilflosen Klimakonferenzen), werden die Menschheit nicht vor dem „Grauen“ (siehe dieses Stichwort) der Ergebnisse ihres gegenwärtig denkenden Gehirns ( siehe Stichwort) bewahren.

 

Was bleibt:

Ich denke, man kann sagen, dass alle aktuelle Forschung und Entwicklung zu folgenden Themen:

-     Webbasierte weltweite Bürgerüberwachung, Smart Cities

-     Artifizielle Intelligenz, Superintelligenz

-     Robotik Systeme mit autonomen Waffensystemen

-     Genome Editing menschlicher DNA

-     Erschaffung genmodifizierter Menschen

-     Stammzellforschung, embryonale Biologie

-     Synthetische Biologie

-     Weltraum Forschung und Besiedelung

von einem sehr kleinen Kreis eigenständiger Forscher weltweit betrieben wird, die im Prinzip nur der Kontrolle ihres eigenen Wissensdrangs und dem Erschaffen des jeweils Möglichen gehorchen. Ich möchte her noch einmal auf meine Vorstellung zurückkommen, dass es IMMER einzelne Menschen, meist Männer und ihre denkenden Gehirne sind, welche evolutionär neue Menschheit- beeinflussende Vorgänge in Gang setzen.

(Die Liste würde Pythagoras bis zu Silicon Valley reichen).

Diesen kognitiv- kreativen Prozess einzelner Gehirne, dem das „Weltethos“ des Gewissens der gesamten Menschheit gegenübersteht, kann man nicht „kontrollieren“, wie das seit Jahrhunderten vergeblich geschieht. Ich habe darauf kürzlich im Hinweis auf Nick Bostrom aufmerksam gemacht:  ( siehe http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/228-evolution-jenseits-des-menschen)

Die sich ständig weiter vermehrende „unbeteiligte“ Mehrheit der Menschheit, 7.391.068.000 gegenwärtig, muss sich an die sich wandelnde Umwelt und Technologien adaptieren, sofern sie in Gebieten leben, wo Leben nach „traditionellen“ Lebensweisen überhaupt in naher Zukunft überhaupt überlebt werden kann.

Manche der beschriebenen Entwicklungen haben das Zeug, die Menschheit zu vernichten, wie der Roboter „Sophia“ räsoniert, - warum auch nicht?

http://www.hansonrobotics.com/

“I quest to realize Genius Machines—machines with greater than human intelligence, creativity, wisdom, and compassion. To this end, I conduct research in robotics, artificial intelligence, the arts, cognitive science, product design and deployment, and integrate these efforts in the pursuit of novel human robot relations…”

– Dr. David Hanson, Founder and CEO

 

David Hanson und "seine" Sophia

Synthetische Biologie

 

Ganz neu am 25.1.2017:

Die aufregendste Entdeckung unserer Trage: Neue künstliche Bausteine des Lebens, Erweiterung des genetischen Codes

Early Edition: Yorke Zhang, doi: 10.1073/pnas.1616443114 

Weiter:

Eine Einführung in synthetischer Biologie, einer  brisanten Forschungsrichtung gibt es im Folgenden:

https://www.synthetische-biologie.mpg.de/3036/was-ist-synthetische-biologie

https://www.synthetische-biologie.mpg.de/6491/dna-und-genom-herstellen

http://www.naturwissenschaften.ch/topics/synbio

Wie, wann und mit wem begann das? Es gibt einen wesentlichen Forscher hier, der aber für viele Teams weltweit steht: Craig Venter. Er hat vor 15 Jahren mit als erster das menschliche Genom sequenziert,- die „Sprache des Lebens“. Jetzt treibt er die „synthetische Biologie“ an, - das „Schreiben des Lebens“.

Für Venter lag es nahe, dass er ein Genom nach der Sequenzierung auch künstlich „produzieren“ eben synthetisieren wollte. Er hat 2010 in einer jahrelangen bahnbrechenden Arbeit über das Genom des 198 Megabasen großen Mycoides ICVI- syn 1.0 , das er synthetisch nachgebaut hatte, berichtet. Er hat es in eine Zelle eingeschleust, wonach sich daraus dasselbe Mykobakterium entwickelte, fähig sich fortzupflanzen. Das war wohl die erste synthetische Kopie von fortpflanzungsfähigem „Leben“.

Science 02. Jul 2010, Vol. 329, Issue 5987, pp. 52-56

   syn-1.0

Aber es war eben nur eine Kopie und keine Neosynthese, - darum ging es ihm eigentlich. Er wollte Leben ex novo „synthetisieren“. Manfred Eigen beschrieb „The Selforganization of Matter“ , Craig wollte die „Synthetische Organisation von Leben“ erreichen.

Deswegen ging er weiter. Der Weg von syn 1.0 über das Artefakt syn 2.0 war lang, denn er musste das Genrepertoire dieser früheren „Spezies“ auf das zum Leben minimale reduzieren und ein zum Leben fähige Genom synthetisieren zu können. . So entstand nach 6 Jahren Forschung syn 3.0 , die neue nicht kopierte , sondern voll synthetische  „Spezies“, die sich in einem Zeitraum von nur 3 Stunden selbst reproduzieren kann mit einem minimalen Gensatz von nur 473 Genen. Von diesem Gensatz ist aber noch eine ganze Anzahl funktionell unklar.

Synthetic microbe lives with fewer than 500 genes,Science News Mar. 24, 2016

http://www.scientificamerican.com/article/scientists-synthesize-bacteria-with-smallest-genome-yet/

     

syn 3.0

 

Nun verfügen wir über 2 brisante neue biogenetische Instrumente:

1. Das „Genome Editing“ (CRISPR cas 9 und weitere)

2. Die “Synthetische Biologie”

Das erstere, das Genome Editing, ist geeignet für Eingriffe in ein vorbestehendes Genom, um es zu variieren gemäß eigenen Vorstellungen zur Modifikation von existierendem Leben, also:

 „Veränderung von Leben“.  

Das Verfahren ist nutzbar für die Medizin. Darin wird große Hoffnung gesetzt, z. B. von Church für die Bekämpfung von Malaria. Aber es kann ganz einfach in jedem kleinen Biolabor genutzt werden auch für Eingriffe in das Genom von existierenden Pflanzen, Mikroorganismen und allen anderen Lebewesen bis hin zum Menschen. Ich habe beschrieben, dass es ein „Halten“ hier nicht mehr gibt trotz Ethikkonferenzen und Moratorien. Wir sind gespannt, was in naher Zukunft auf uns zukommen wird. „Alles ist möglich“ und wird möglich gemacht.

Der internationale Konsens der Asilomar Konferenz von 1975  und die daraus folgenden Gengesetze ist überholt. Die Konferenz in Washington im Dezember 2015 über Genome Editing endet als zögerliche Farce, hintere deren Rücken fleißig weiter am menschlichen Genom editiert wird.

Ich werde nicht müde zu beschreiben, dass man die Evolution der menschlichen Forschung ethisch und moralisch nicht aufhalten kann,- warum fehlt diese Einsicht der trostsuchenden Menschheit, die permanent hinters Licht geführt wird, denn noch immer? Warum gibt es keine öffentliche Opposition.

http://www8.nationalacademies.org/onpinews/newsitem.aspx?RecordID=12032015a

Das zweite, die „Synthetische Biologie“ geht noch weiter. Sie tagt im „Geheimen“. Sie will nicht nur verändern, sie will:

„Neuschöpfung von Leben“

Auch hier sieht sich die Menschheit erneut aufgerufen nachzudenken, Man tagt am 10. Mai 2016 an Harvard in Boston im Geheimen aus Angst vor dem was die Öffentlichkeit nicht mehr mitmachen würde.  150 „Eingeladene“ aus Wissenschaft, Pharmaindustrie, Anwälte, Investoren und Politik treffen sich zu einem Geheimreffen.   Ich sehe es als eine Katastrophe, dass die Organisatoren sich nicht trauen über eine synthetische „bessere“ Menschheit öffentlich zu sprechen. Allen voran George Church. Er ist einer der besten Forscher mit ungeheurem Forschungsdrang und Erfolg. Er ist enthusiastisch und grenzenlos, was man sicher auch bewundern muss, denn er beschleunigt die biogenetische Forschung auf allen Gebieten.

http://arep.med.harvard.edu/

 

„Was ist besser als was, gemessen an was“? – die Grundfrage meines Denkens.

http://www.nytimes.com/2016/05/14/science/synthetic-human-genome.html?_r=0

Es wäre gar nicht herausgekommen, wenn nicht  Drew Endy and Laurie Zoloth beide auf dem Gebiet der synthetischen Biologie ihre Teilnehme abgesagt hätten, weil sie mit der Geheimnistuerei in einer für die Menschheit wichtigen Angelegenheit nicht einverstanden waren.

https://cosmosmagazine.com/society/should-we-synthesise-human-genome?version=meter+at+1&module=meter-Links&pgtype=article&contentId=&mediaId=&referrer=http%3A%2F%2Fwww.google.ch%2Furl%3Fsa%3Dt%26rct%3Dj%26q%3D%26esrc%3Ds%26source%3Dweb%26cd%3D1%26ved%3D0ahUKEwieiuPZtvLMAhUIMBoKHdcxASwQFggmMAA%26url%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.nytimes.com%252F2016%252F05%252F14%252Fscience%252Fsynthetic-human-genome.html%26usg%3DAFQjCNFzFLXNX8nTSQHSWnlE_-VIZx9c-Q%26bvm%3Dbv.122676328%2Cd.d2s&priority=true&action=click&contentCollection=meter-links-click

 

Zusammenfassung:
Ich denke, das „Genome Editing“ ist geeignet für medizinische Belange bei Erbkrankheiten, Stoffwechselstörungen, Herz/Gefäss-,Skelett/Muskel- und kognitive Störungen ebenso wie  Infektionskrankheiten, wo man mit Genmodifikationen „Krankhaftes“ reparieren kann.

Das ist die vordergründige Forschungsaktivität für die allgemeine Gesellschaft.

Dahinter wird aber an der Modifikation von Menschen gearbeitet nach bestimmten Zielvorstellungen für deren „Zweck und Nutzen“ in bestimmten Umgebungen und Verfügbarleiten. Daran wird gearbeitet. „Designer Baby“ ist in der Trivialliteratur ein Thema.

Ich habe aber auch auf anderen Missbrauch hingewiesen.

http://hesch.ch/news/don-t-like/227-genome-im-eigenen-labor-editieren-das-grauen-der-neuen-schoepfung

Die „Synthetische Biologie“ des menschlichen Genoms hat anderes im Sinn. Hier geht es um die komplette „Neuschöpfung“, das Design von Leben, von Menschen ex ante.

Das darf nicht im Geheimen geplant werden. Wenn die Menschheit sich neu schafft, dann sollte sie dabei ein, - wie auch immer. Aufhalten wird man das nicht mehr, wie ich es schon bei dem Fortschreiten der AI beschrieben hatte:

http://hesch.ch/news/don-t-like/251-the-ai-revolution-23-5-2016-nick-bostrom-schizophrenie-aus-oxford

 

Gott in Harvard. Offener  Brief an Martin Nowak

 

Geehrter Herr Kollege Nowak,

Ich war in ähnlichen Wissenschaftsgebieten tätig wie Sie und habe Ihre herausragende wissenschaftliche Tätigkeit mit großem Interesse verfolgt.

s://de.m.wikipedia.org/wiki/Martin_A._Nowak#Arbeit

Dann habe ich Ihr Interview in der Zeit gelesen und bin erschrocken:

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2016/01/glauben-religion-physik-widerspruch-katholizismus-martin-nowak/komplettansicht

 

Sicher stimmen Sie mit mir überein, dass die abendländische Gesellschaft zu ihrem vernünftigen Zusammenleben sich dessen bedient, was ich „metrische Kommunikation“ genannt habe. D.h. wir können uns nur wahrhaftig in unserer Realität darüber konfliktfrei verständigen, was messbar ist und im Experiment gegebenenfalls falsifizierbar.  Darauf beruht unsere gesamte abendländische Wissenschaft. In dieser Wissenschaft haben Sie nach denselben Prinzipien gearbeitet und Wesentliches zum Erkenntnisschatz beigetragen.

Nun kommen Sie, wie schon mancher Wissenschaftler daher und meinen neben Ihrer realen Wissenschaftserkenntnis noch Metphysisches von sich geben zu müssen, was umso fataler ist, als diese Ihr Privatleben betreffenden Äußerungen dem Leser quasi wissenschaftlich daherkommen.

Es ist fatal, wenn ein anerkannter Wissenschaftler sich zu „Gott“ bekennt und damit diesem privaten Bekenntnis quasi qua personam eine wissenschaftliche Verbindlichkeit gibt und dem, was mit solchem Bekenntnis an Grauen den Menschen zugeführt eine Rechtfertigung. Sie wollen das vielleicht nicht so gemeint haben. Sie versteigen sich dazu: „

Ohne Gott gäbe es kein Universum, keine Biologie, keine Evolution“.

 

Die folgenden Texte sind eine Aneinanderreihung von meinen eigenen Überlegungen wie die biosoziale und informationstechnologische Ordnung von Mensch und Welt in einem rasanten Evolutionsprozess begriffen sind. Dabei habe ich gefunden, dass die bisherige Etappe der biosozialen Evolution des Menschen und der Natur auf der Erde vom Ursprung der „Selbstorganisation der Materie“ (Manfred Eigen, dargestellt in meinem Lehrbuch “Endokrinologie I, Urban und Schwarzenberg, München)  übergeht in eine neue zweite Etappe , die ich  die „Informationstechnologischen Evolution“ nennen möchte. Diese Evolution wird das, was man bisher als „natürlich= natural“ bezeichnet hat, überführen in eine transnaturale Organisation von Ordnung der Natur, der Menschen und der Gestalt der Erde.

Begonnen habe ich diese Serie mit einer Beschreibung über die Smart City- Strategie der Überwachung am Beispiel Songdo. Aber schon kommen schon Friedrichshafen, St. Gallen und Winterthur dazu, das Leben ihrer Bürger zur Rationalisierung der durch sie in Anspruch genommen staatlichen und elektronischen „Lebenskosten“ speichern und analysieren zu lassen.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/226-smart-city-smart-netoid

Nun finden wir einen Artikel, dass das in Zukunft in allen deutschen Hauhalten bezüglich Energieverbrauch vermittels vernetzter Stromzähler kommen soll

htp://www.sueddeutsche.de/digital/big-data-digitalisierung-ist-weder-gut-noch-boese-1.2809689

 Zitiert wird der Informatik-Professor von der Hochschule Rhein-Waal in Kleve Ulrich Greveler.

https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/user/7310

Er schreibt:

„Anhand der Daten über den Stromverbrauch könne man herausfinden, wann Personen aufstehen oder ob sie nachts aufs Klo gehen. Würden die Daten "feingranular" erhoben, also im Sekundentakt, könnten Kenner aus ihnen sogar ablesen, durch welche Räume sich ein Bewohner bewege oder welchen Film er schaue: Selbst die Bildschirmhelligkeit eines Fernsehers ließe sich genau nachvollziehen. „

Die Daten seine zwar gesichert, aber, "Faktisch ist es in Deutschland nicht möglich, der Digitalisierung zu entfliehen."

(Zu „Risiken und Nebenwirkungen“ kann man nur niemanden mehr befragen. Für den verwalteten Bürger ist die Smart City zugangslos und der Bürger weiß nicht, was mit seinen Daten geschieht).

Songdo lässt grüßen

Zu Smart City im Allgemeinen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_City

Weiter empfehle ich einen Artikel in der WELT zu lesen

http://www.welt.de/finanzen/article150809163/Die-gefaehrliche-Dominanz-der-grossen-Vier.html

Dort wird die transnationale Macht der 4 großen Big Data Konzerne und deren gefährliche Dominanz beschrieben,


Ich arbeite mit einem Studenten an seiner Masterarbeit „Nation Branding“ und Marketing, ich schrieb ihm dazu:


Über die gesellschaftlichen Folgen für die Menschen in der neuen "IT- Verwaltungswelt, muss man nachdenken und schreiben.

siehe mein Text dazu:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/216-nachtrag-2-n

Da geht die Welt mit ihren Bewohnern hin, WEIT, weit jenseits von trivialem Marketing .

" Nationen" wird es im klassischen Sinne bald nicht mehr geben, sondern Staatssurrogate jenseits der klassischen Landes- und Nationsgrenzen, ihrer Parlamente und Regierungen.
Ich habe diese " Netoide" genannt , also transnationale IT – Staatssurrogate.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/226-smart-city-smart-netoid

Diese werden in Kürze mehr Macht haben als die Regierungen und Parlamente klassischer Nationen. Fraglich bleibt, wie Diktatoren sich in diesen Konstrukten halten werden, denn „Transparenz“ wird ja ein Anliegen in Netoiden werden können, wenn man das Buch von D. Eggers „The Circle“ im Kopf behält.


Die „Großen Vier“ haben gerade neue Öffnungsstrategien formuliert. Diese werden aber so aufgebaut werden, dass eine „Machtübernahme“ ungehindert ablaufen kann.

Die CEO entziehen sich bis jetzt jeder politischen Kontrolle. Regierungen und Parlamente in Demokratien sind immer noch abhängig von der Gunst der Wähler und damit in gewisser Weise berechenbar. Die großen IT Unternehmen sind nur ihrem Kapital Rechenschaft schuldig. Sie agieren in meiner Interpretation eigentlich wie klassische Diktaturen, die sich in demokratischen Ländern ausbreiten.

Die „Großen Vier“ sind in der Realisierung der Smart City entweder noch nicht oder im Stillen involviert, denn in Songdo sind es IBM, Cisco, Siemens und andere IT Großkonzerne.

Nationen brauchen kein Branding mehr, sie werden verdünnt und dann verschwinden sie oder bleiben regionale Verwaltungsbezirke.Interessant wird, wie China sich in dieser Welt präsentiert.

 

CHINAS gewalttätiger Wandel:

Hierzu gibt es aktuell Neues Anfang Mai 2016:

Chinas neues gigantisches Gewaltprojekt: 250 Millionen werden gezwungen in die Stadt zu ziehen.

Unter Mao`s mörderischem Regime ( 45 Millionen Tote)  wurde Millionen von Chinesen gezwungen von der Stadt aufs Land zu ziehen. 

Nun kommt genau die entgegengesetzte Entwicklung und wieder mit unbarmherziger Staatsgewalt. Unter Jinping, dem neuen chinesischen Gewaltherrscher, (seine Kinder leben mit Panama Geld im demokratischen Ausland), werden nun 250 Millionen Menschen gezwungen ihr Land zu verlassen und in die neuen chinesischen Megacities zu ziehen.

„Die Welt von gestern wird zum Abbruch freigegeben“.

 

In der Riesenstadt Zhengzhou wächst ein „Betonwald“ auf dem Weg zu Gigacities und so geht es anderen Städten.

 

Dies beschreibt ein hochaktuelles Portfolio der NZZ, Nr. 28 Mai 2016

https://abo.nzz.ch/kampagne/?KAVZ=0437-0010-02-011

 

Leseempfehlung:

 „250 Millionen Menschen werden politisch in eine neue soziobiologische Ordnung gezwungen:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/208-googloide

http://www.welt.de/wirtschaft/article139351977/Mega-City-China-baut-schon-an-Giga-Staedten.html

Es beginnt ein gigantischer politischer Kampf um die neue Weltordnung,- China hat das größte Menschen- und Resourcenreservoir, welches es sich gerade durch weltweite „Besetzung“ von strategisch wichtigen Regionen in der Welt sichert.

Warum lässt der Westen sich diese Expansionen gefallen?

Noch sind die USA „technisch“ überlegen,- aber wird die neue Weltordnung unaufhaltsam chinesisch?




Wie geht es weiter?

 

Gegen dieses " Monstrum" China kann Europa nur noch wenig tun,- Europa wird der wissenschaftliche und technische Vorhof für eine Weile für die Nation China. Und, wenn China oder sogar "Chindia", also der sich gerade bildende wirtschaftliche  Interessensgigant zwischen China und Indien, alles aus dem Westen aufgesaugt, "leergesaugt " haben werden, lassen sie Europa verhungern und austrocknen. Ob Chindia deswegen einen Krieg mit den USA geben wird, bleibt abzuwarten. Leicht wird diese Nation, USA, ihre gegenwärtige Wirtschafts- und politische Vormacht nicht aufgeben.

Die populationsrelevante Entwicklung in den Chindia- Netoiden wird bestimmt von genmodifizierten Menschen, an denen dort gegenwärtig schon geforscht wird. Welche Art von neuen Menschenrassen entstehen wird, ist mir noch unklar. Zunächst wird das „Genetic Editing“ der neuen Menschenrassen mit dem gegenwärtig denkenden Gehirn getestet.

Ich sehe eine heterogene Menschenrasse entstehen, und vermute, dass Chindia dann West-, aber wohl auch Ost- Europa mit einer genmodifizierten Kreuzung aus Europäern und Chindia Menschen besiedeln wird, die ich „Euro- Chindoide“ nennen möchte. Diese werden auch in die restliche Welt migrieren, sofern dort Netoide entstanden sind.

Diese neue Bevölkerung wird in smarten Megacities/Gigacities wohnen und von Netoiden regiert.

Mit dem Übergang in die „Neue Welt“ verabschiedet sich die neuere Menschheitsgeschichte (Jetztzeit) vom „Abendland“ und seiner Geschichte. Es ist das Ende der postgriechischen Philosophien und ihrer sozialen Denk- und Gesellschaftsentwürfe. Die „Neue Welt“ verlässt die Ideale der französischen Revolution (Liberté, Egalité, Fraternité). Und sie wird ohne die Deklaration der Menschenrechte auskommen, weil diese nicht mehr benötigt werden. Diese werden durch neue anthroposoziale Regulative ersetzt werden:

Demokratie wird ersetzt durch eine neue „Smart Governance“ der mit Netoiden in Mega/Gigacities verwalteten Menschen.

Der bisherige Freiheitsbegriff des modernen „Citoyen“ wird abgelöst durch neue Grundrechte in der komplett überwachten Smart "Governance“ Welt.

Das Individuum erfährt eine neue Dimension des soziobiologischen Seins. Es wird eine neue Definition der ganz persönlichen, intimen Freiheit in überwachten und regulierten Lebensräumen geben müssen.

Dann etwas später beginnt die „Nachzeit“.

Diese „Nachzeit“ geht nach und nach über in eine Neuorganisation der Erde und ihrer „Welt“ mit der Evolution der:

  1. informationstechnologischen artifiziellen Intelligenz :

    http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/234-vom-gen-editierten-sperma-und-asi-zu-einer-neuen-welt

  2. und ihrer Handlungsroboter:

http://www.hesch.ch/news/aus-fremden-federn/242-roboter-und-kuenstliche-intelligenz-rasante-entwicklung


Die neuen Menschenrassen werden neue Planeten besiedeln, adaptiert durch „Genetic Editing“ an den Weltraum.

Die „biologische Zeit“ geht über in die „kosmische Zeit“.


 

 CISPR und die editive Biologie

 

CRISPR, „Editive Biologie“, Ethikrat, Dalei Lama

CRISPR wird gegenwärtig als Meilenstein, eine Zeitenwende, in Wissenschaft und Forschung der Menschheitsgeschichte eingestuft.

Aber vergessen wir nicht, es gibt einen weiteren bisher kaum zur Kenntnis genommenen, noch kühneren Meilenstein, die „Synthetische Biologie“

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/253-die-neue-zukunft-der-menschheit-genome-editing-und-synthetische-biologie

Wir haben es also mit zwei neuen Dimensionen für die Soziobiologie der Menschen zu tun:

Die editive Biologie

Die synthetische Biologie.

Beginnen wir zunächst mit der „Editiven Biologie“.

Editieren heißt „umändern umgestalten“, es geht also darum die Biologie der DNA umzugestalten.) Die Epigenetik ist dabei noch nicht berücksichtigt, ich komme darauf zurück).

Für die editive Biologie wurde ein neues Instrument entdeckt: CRISPR.

Wie kommt es dazu und was ist CRISPR, woher sein Name?

Der Name stammt ursprünglich von Francisco Mojita, das System wurde erstmals auch von ihm in Alicante 1993 beschrieben.

.

https://www.broadinstitute.org/what-broad/areas-focus/project-spotlight/crispr-timeline.

Interessant ist die Entdeckungsreise für CRISPR im folgenden Bild, wo man durchaus Orte in Deutschland findet, bevor dann erneut das System einer „programmierbaren RNA geführten DNA Endonuklease“ in der adaptiven Immunologie bei Bakterien im August 2012 in Science publiziert wurde von Doudna und Charpentier. Die grundlegende Entdeckung genau dieses Systems geht aber auf Mojita zurück. Und das bakterielle Immunsystem wurde erstmals schon 2003 in

einem Labor von Rodhia Food in Saint Romain bei Paris , das sich mit Bakterien in Käse, Yoghurt und Mozzaella beschäftige, schon entdeckt und untersucht.

Die Hype, die vor 4 Jahren mit Doudna und Charpentier begann hat also viele forschende Vorläufer, deren Namen nicht genug gewürdigt wurde. Entdeckt wurde das System nicht von denen, die heute die größte Aufmerksamkeit und das Geschäft machen.

Den schon vorausgesagten Nobelpreis haben gewiss andere mitverdient.

Ich empfehle allen, die sich dafür interessieren die wahre Geschichte beschrieben vom renommierten Eric Lander zu lesen:https://www.broadinstitute.org/files/news/pdfs/PIIS0092867415017055.pdf

Es ist also nicht richtig, wenn die ZEIT in N. 27 2016, Frau Charpentier als die „Entdeckerin „ feiert, die die Welt verändert. Das wird CRISPR sicher tun, - aber andere waren die Vorbereiter.

http://www.hesch.ch/news/alle/239-wissenschaftsdurchbruch-2015-crispr-cas


Die Verbreitung von CRISPR und Ethik

Wichtig war und ist mir die Feststellung, dass diese tief in die zukünftige menschliche Gesellschaft reichende Forschung sozusagen jedem zur Verfügung steht. Das ist offenbar in der öffentlichen und den Diskussionen in Komitees übersehen worden. Sie ist nicht mehr wir andere dramatische Forschung, z.B. Kernspaltung, in den Händen weniger hochausgerüsteter Laboratorien und unter politischer Verantwortung

Sie kommt wie bald auch AI und Robotik zu jedem nach Hause. Jeder kann sich heute CRISPR mit einem käuflichen Kit kaufen, deren Hersteller und Verbreitung ich hier beschrieben hatte, und er kann sich in die genetische Gestaltung von Leben, pflanzlichem ( grün), zellulärem- tierischem und menschlichen Leben (rot), einmischen ohne Befragung von wissenschaftlichen Experten, ohne Komitees und Politik.

http://www.hesch.ch/news/don-t-like/227-genome-im-eigenen-labor-editieren-das-grauen-der-neuen-schoepfung

Es wurde vor Kurzem geschrieben: „Jeder Biologiestudent auf der ganzen Welt kann sich zu Hause in seiner Küche ein entspr. Labor einrichten“. Wenn das möglich ist, und das ist meine Hauptsorge, kann drüber keine gesellschaftliche Institution entscheiden, auch wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt werden soll, als ob diese Einrichtungen die Hoheit darüber hätten. Diese Forschung ist der wie auch immer gearteten Überwachung und Kontrolle entlaufen, so denke ich. Darauf komme ich dann gleich zurück.

Am Mittwoch, dem 22.6.2016 hat der Deutsche Ethikrat zum Thema „CRISPR : "Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Beurteilung" getagt . Ein offizielles Kommuniqué dieser Institution habe ich noch nicht gefunden, wohl aber Presseberichte. Der in der ZEIT von Sigrid Graumann, Prorektorin an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Mitglied im Ethikrat sieht ausgewogen aus, zeigt aber die Grenzen der Teilnehmer dieses Ethikrates.

 

http://www.zeit.de/wissen/2016-06/crispr-ethikrat-erbgut-zuechtung

 

Ich wiederhole mich: Die Vertretung der Religionen, die Theologen sollte man fernhalten aus: Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Erziehung. Gott und die Religiosität gehören wie die Sexualität in den intimen persönlichen Bereich eines Menschen, wenn er danach Bedarf hat. Aus allen anderen Bereichen sollte man Religion und Theologen prinzipiell fernhalten ,denn Religionen und ihre theologischen Vertreter haben bisher in der Menschheitsgeschichte nur Unheil gebracht.

Dalei Lama, Weltethos

Man darf Gott und Religionen nicht verwechseln mit Ethik. Dies hat jetzt auch der Dalai-Lama so verstanden und verkündet.

https://www.amazon.de/Appell-Dalai-Lama-die-Welt/dp/371090000X

Die ethischen Grundsätze, die von allen Menschen unabhängig von ihren Weltanschauungen zum Verständnis ihres gesellschaftlichen Lebens akzeptiert werden könnten, sind in der Illusion des„Weltethos „zusammengefasst. Die Menschheit bräuchte nicht mehr und nicht weniger, um „vernünftig“ miteinander umzugehen (was sie aber ex natura nicht tut).

http://www.hesch.ch/news/aus-fremden-federn/257-des-teufels-party-peter-srasser-das-boese-und-das-grauen

Gerade wegen der Präsenz der für die moderne Welt der Wissenschaften inkompetenten Theologen konnte der Ethikrat keinerlei wichtige Beschlussfassung über das zukünftige Wesen und den Willen der Gesellschaft beschließen. Ich bin grundsätzlich dagegen, dass Religionsvertreter sich mit der biosozialen Zukunft der Menschheit beschäftigen. Sie bringen in eine dringend wichtige gesellschaftliche und politische Diskussion nur die Liturgie ihrer altbekannten Bedenklichkeitskultur der Angst ein.

Auch Nowak, ein hochgeachteter Biologe, unterliegt der für mich von einem Wissenschaftler absurden Versuchung, mit Glauben an Gott können man das Schicksal der Menschheit beeinflussen.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/246-gott-in-harvard-offener-brief-an-martin-nowak

In der gegenwärtigen Welt schreitet die biosoziale und wissenschaftliche Koevolution aber ohne den Einfluss von Religionen, Komitee- Sitzungen, Sitzungen von Ethikraten oder Politik fort, weil Wissenschaft aus meiner Sicht „unkontrollierbar“ ist.


Ethik, Wissenschaft und Kontrolle

Wie in allen früheren modernen wissenschaftlichen und gesellschaftsumwälzenden Bereichen sehe ich eine " Kontrolle " nicht mehr direktiv.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/228-evolution-jenseits-des-menschen

(Siehe Kommentar zu Nick Bostrom daselbst)

Weder aus der Sitzung in Washington im Dezember 2015, noch aus der Sitzung des deutschen Ethikrates ist irgendetwas brauchbares zum Einfluss auf das Fortschreiten der „Wissenschaft“ gekommen. Beide haben sich vertagend versagt, weil sie eben keinen „Rat“ wissen.

https://innovativegenomics.org/international-summit-on-human-gene-editing/

https://innovativegenomics.org/blog/translating-the-statement-on-human-gene-editing/

Die gesellschaftliche Evolution wird durch die wissenschaftlichen Entdeckungen fortgetrieben und durch das Weltgewissen der Ethik kaum aufzuhalten sein. Das geht viel weiter und schneller als dass die genannten gesellschaftlichen Institutionen oder die Politik, die das alles wissen, einen Einfluss darauf haben,- sitzen doch auch Wissenschaftler dort, die das selbst vorantreiben und allenfalls ebenfalls aus Angst vor sich selbst an ihrem Wirken zweifeln.

In meinem Verständnis ist Ethik die Sehnsucht der Menschen, dem von mir immer wieder zitierten „Grauen“, das biologisch programmiert ist, zu entrinnen vergebens. Eine Illusion wie Gott auch, und es ist auch nicht beiden zu verdanken, dass die Menschheit immer noch lebt, sondern dem beschränkten Einfluss einer Politik der Angst, geübt an der nuklearen Bombe.


 

Editive Biologie: „grün“

 

Nach dieser „Vorrede“ versuche ich in den nächsten Tagen in Fortsetzung einmal darzustellen, was man mit CRISPR schon alles machen kann. Das wird sicher nur einführend sein, denn es ist kaum mehr zu übersehen, was schon geht im Bereich der „grünen“ und „roten“ Biologie des Genome Editing mit CRISPR.

Worum geht es im Allgemeinen

Immer mehr Firmen mach Reklame mit Produkten „Keine Gentechnik“. Die Aktivitäten gegen gentechnisch veränderte Pflanzen hat eine rosse öffentlich Aufmerksamkeit bekommen vorwiegend durch bewusste Missinformation von Organisationen wie „Greenpeace“ , die in ihrer Mitteilung „Genome Editing „ mit „Synthetischer Biologie“ verwechselt. Wer solche Fehler begeht hat wissenschaftlich ein eingeschränkte Berechtigung die Öffentlichkeit zu verunsichern.

https://www.greenpeace-magazin.ch/2016/05/18/moeglichkeiten-und-grenzen-der-pflanzenzucht/

Gerade haben 100 Nobelpreisträger Greenpeace aufgehrufen, ihren Kampf aufzugeben:

https://www.washingtonpost.com/news/speaking-of-science/wp/2016/06/29/more-than-100-nobel-laureates-take-on-greenpeace-over-gmo-stance/

Es gibt aber auch Stimmen, die behaupten, dass die 100 Nobelpristräger von Monsanto „gekauft“ seien.

http://www.ecowatch.com/greenpeace-to-nobel-laureates-its-not-our-fault-golden-rice-has-failed-1896697050.html

Wie immer, wenn es um viel Geld und Ethik geht, wird die Öffentlichkeit verwirrt.

Sicher ist die „National Academy of Science, USA“ wohl nicht bestochen worden, wenn sie soeben einen umfangreichen Bericht darüber publiziert hat, dass mit CRISPR modifizierte Pflanzen in keinem Bereich Schaden anrichten.

https://nas-sites.org/ge-crops/

http://phys.org/news/2016-05-genetically-crops-prospects.html

Weiter hier noch 2 neue Übersichten zum Thema, damit sich der wissenschaftlich an der Gentechnik interessierte Leser eine fundierte Meinung machen kann:

http://ensia.com/voices/crispr-is-coming-to-agriculture-with-big-implications-for-food-farmers-consumers-and-nature/

https://plantmethods.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13007-016-0103-0

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4730597/

 

 


 

Sind genregulierte Samen und Pflanzen überhaupt genehmigungs- und deklarationspflichtig, sind sie „fremd“ und gefährlich?

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Beschluss des Landwirtschaftsministeriums der USA:

http://www.usda.gov/wps/portal/usda/usdahome

 

Nature, 14. April 2016

Gene-edited CRISPR mushroom escapes US regulation

A fungus engineered with the CRISPR–Cas9 technique can be cultivated and sold without further oversight.

Danach unterliegt der von Yinong Yan , einem Pflanzenbiologen der Pennsylvania Universität , mit CRISPR genmodifizierte Pilz keinerlei Überwachung und wird als „natürlich“ betrachtet. Yan hat 6 Gene der Polyphenoloxidase inaktiviert, einem Enzym, welches für die verderbliche Braunfärbung der Pilze verantwortlich ist. Damit ist das Enzym um 30 % weniger aktiv und die Pilze länger genießbar.

 

                     

 

 

 

Es gab schon zuvor mehrere durch CRISPR veränderte Gene in Pflanzen und Samen, die kontrovers diskutiert wurden. Aber dieser Beschluss wird einiges über das, was wir bisher zu genmodifizierten Samen und Pflanzen beachten müssen, ändern.

Die neue Bewertung beruht darauf, dass im neuen genmodifizierten Pilz kein genetisches Material eingeführt wurde oder eine fremde DNA. Auf diese Weise dürfte dieser Pilz keine negative Auswirkung auf anderen Pflanzen haben und deswegen nicht reguliert werden müsse.

CRISPR wird also eine völlige neue Pflanzenbiologie in unsere Welt bringen, indem die natürlichen Gensequenzen editiert werden ohne „fremdes „Material einzufügen. Im Prinzip ist das nur eine „zielgerichtete Beschleunigung“ der bisherigen Zuchtverfahren, die durch „auslesende Züchtung“ und größerem Aufwand und Fehlern dasselbe erreichen wollen und erreicht haben.

Ich verstehe daher den Aufschrei und die Aktionen von Greenpeace und ähnlichen Kongregationen nicht.

 

Zuvor anders war dies bei Samen, in welche „harmlose“ DNA von Bakterien eingeführt wurde, die sie resistent gegen Dürre oder Pflanzenschädlinge machen solle. Über mögliche Gefahren dieser Verfahren kann man trefflich streiten, aber darauf will ich nicht mehr eingehen, sondern mich ganz auf die Möglichkeiten von CRISPR konzentrieren.

Ich werde im Folgenden erörtern, wie CRISPR schon genutzt wird, um in Samen bestimmte genetische Editionen durchzuführen. Beispiele werden Weizen, Reis, Soja Bohnen, Hirse, Orangen und Tomaten sein. Dabei geht es vorwiegend um Schädlingsresistenz, und Schutz vor verderbenden enzymatischen Fäulnisprozessen. Wesentlich auch darum Pflanzen gegen Dürre zu schützen, was angesichts von klimatischen Veränderungen und verheerenden Ernteverlusten eines der bedeutenderen Ziele dieser Forschung ist.

 

 Daran anschließend erörtere ich, wie Pflanzen effektiver in der Herstellung von Zuckern und Eiweiß genutzt werden können und, interessant, wie sie eine größere O2- Produktion aus CO2 bewerkstelligen können.


 

28.9.2016

Bevor ich diese Themen bespreche, möchte ich aber die gegenwärtig viel diskutierten Gefahren von Genom Edition der DNA beleuchten.

Konformation:

Alle biologisch aktiven, organischen Moleküle haben eine dreidimensionale räumliche Struktur, die man Konformation nennt, hier ein Beispiel einer einfachen Strktur:

 

Die Konformation beschreibt die räumliche Anordnung und die drehbarer Bindungen an den Kohlenstoffatomen zu einem Molekül.  Dadurch sind die 3 D- Raumkoordinaten aller Atome des Moleküls vollständig beschrieben. Die Konformation enthält alle Informationen über die energetische Stereochemie.

Entlang der Evolution der Konformation von organischen Molekülen entwickelt sich dazu parallel und zeitgleich ein Konformationserkennung- System, das Immunsystem.  Das heißt für jede physiologische Konformation, jedes sog. Antigen, gibt es ein zelluläres (Lymphozyten System) oder humorales (Antikörper) Erkennungssystem, welches die Konformation von Molekülen  als zugehörig zur Ontogenese des betreffenden Körpers oder als fremd erkennt.

Zugehörigkeit bezeichnet man als „Selbsttoleranz, d.h. die Fähigkeit körpereigene Konformation von Molekülen als „eigen“ zu erkennen.

Es gibt aber auch eine „Fremdtoleranz“, wenn bestimmte Antigene vom Immunsystem „geduldet“ werden. Solche  apathogenen Moleküle finden sich häufig in der Nahrung und es erfolgt eine sog. periphere Toleranz. Nahrungsmittelallergien umgehen die Selbsttoleranz in typischer Weise. Die Nahrungsmitteltoleranz wird unter Beteiligung der M-Zellen im Darm vermittelt. Diese Aufgabe dieses MALT System (Mucosa Associated Lymphoid Tissue) , also der M-Zelle innerhalb der Immunreaktion ist die Aufnahme von antigenwirksamen Konformationen und die Präsentation derselben  an den nachgeschalteten Zellen des adaptativen Immunsystems. 

„Ein bedeutendes System von“ Selbst“ und „Fremd“ ist das HLA System, welches bei Erforschung der Transplantation von Organen entdeckt wurde. HLA Merkmale charakterisieren sozusagen die Individualität von Konformationen eines Menschen. Identische HLA-Merkmale finden sich nur bei eineiigen Zwillingen oder Klonen. Das Fremde kann mit dem HLA System definiert werden. Interessant ist, dass die Zuneigung von Menschen über den Geruchssinn durch das HLA System gesteuert wird. Es ist also ein sehr empfindliches System zur Unterscheidung von Eigen und Fremd.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Human_Leukocyte_Antigen

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Konformation von Antigenen parallel zum Erkennungssystem, dem Immunsystem, evolviert ist. Beide Systeme agieren wie ein Tandem in der Ontologie eines jeden Lebewesens.


DNA Konformation


Zur DNA allgemein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure

 

„Im Normalzustand ist DNA in Form einer Doppelhelix aufgebaut. Beim Umeinanderwinden der beiden Einzelstränge verbleiben seitliche Lücken, sodass hier die Basen direkt an der Oberfläche liegen“, hier greifen enzymatische und chemische Modifikationen an, die auch mit der Genregulation- , Aktivität und Spezifität zu tun haben.   „DNA kommt normalerweise als schraubenförmige Doppelhelix in einer Konformation vor, die B-DNA genannt wird. Neben der eben beschriebenen B-DNA existieren auch A-DNA sowie eine, sogenannte Z-DNA. Diese unterscheiden sich in ihrem Windungstyp und damit in ihrer Konformation.

 

 

„Bestimmte Abschnitte der DNA, die sogenannten Gene, codieren genetische Informationen, die Aufbau und Organisation des Organismus beeinflussen. Gene enthalten „Baupläne“ für Proteine oder Moleküle, die bei der Proteinsynthese oder der Regulation des Stoffwechsels einer Zelle beteiligt sind. Die Reihenfolge der Basen bestimmt dabei die genetische Information.“

Es besteht nun die Frage, wie die Konformation der DNA mit der Regulation des „Selbst“ interagiert.

Normalerweise werden alle DNA Konformationen „toleriert“. Es gibt aber Situationen, in welchen diese als „fremd“ erkannt wird, d.h. ihre Konformation ist so verändert, dass das Immun- Erkennungssystem spezifische Antikörper oder T-Zellen gegen solche DNA produziert.


Zirkulierende DNA

Es ist bekannt, dass das Immunsystem nukleäre Konformation erkennt . Es ist mir nicht bekannt, ob sich solche Antikörper auch gegen zirkulierende DNA entwickeln. Dass DNA im Blut zirkuliere wurde sowieso bis Anfang der 90- er Jahre des letzten Jahrhunderts bestritten bis eine kleine Arbeitsgruppe von 12 internationalen Wissenschaftlern, zu der ich gehörte, 1992 in Annecy erstmals dieses Vorkommen als gesichert beschrieb. Heute ist zirkulierende DNA ein Fakt und wird auch in der Diagnostik als „liquid biopsy“ genutzt. Meine Arbeitsgruppe hat wohl mit erstmals zirkulierende Tumor DNA nachgewiesen, was heute als Basis für diese Technologie dient.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/157-siehe-beitrag

DNA Antikörper:

Täglich wird eine riesige Zahl an Antikörper produzierenden B- Lymphozyten produziert, um auf feinstes „Fremd“ sofort, sozusagen just in time“  zu reagieren. Auf der DNA finden sich aber nur etwa 1000 Gene zur Antikörperbildung und Erkennung von „Selbst“ . Diese beschränkte Anzahl von Genen kann ihre Vielfalt für die Proteinproduktion dadurch verändern, dass Genkombinationen gebaut werden, dass regionale Verknüpfungsstellen an der DNA  vervielfacht werden und schließlich können somatische Mutationen die Antikörperbildung vervielfachen. Genau diese Möglichkeit wird für die folgende Betrachtung von CRISPR Veränderungen an der DNA weiter unten von Bedeutung werden. Es sind ja sozusagen „Mutationen“ , wenn auch natürliche, die mit CRISPR sensu strictu angelegt werden und diese machen Konformationsänderungen. Nur müssen wir fragen, ob das eine Bedeutung für eine Antikörperbildung gegen „Selbst“ haben kann, also die Herstellung von „Autoantikörpern“. Und darum geht es in meinen Überlegungen letztlich.

Wie unterscheidet ein das Immunsystem zwischen „Selbst und Fremd“?

 

Humorale Immunität: 

Hierzu:

http://www.swisseduc.ch/chemie/molmod/anwendungen/antikoerper/selbstfremd/

„Die Lösung dieses Problems beruht darauf, dass die Folgen einer Antigen/Antikörper-Bindung in der Reifungsphase eines B-Lymphozyten grundsätzlich verschieden sind von den Folgen bei einem reifen B-Lymphozyten: In der Reifungsphase ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das gebundene Molekül ein körpereigenes Molekül ist. Deshalb wird der bindende B-Lymphozyt eliminiert. Nur B-Lymphozyten, die diese Selektion überleben, entwickeln sich zu reifen B-Lymphozyten, die eine Immunantwort auslösen können.“

Zelluläre Immunität

„In einer ähnlichen Art und Weise werden im zellulären Immunsystem auch T-Killerzellen selektioniert:
Damit ein Körper Antigene erkennen kann, die sich innerhalb einer Zelle befinden (z.B. Viren oder Mycobakterien bei Tuberkulose/ Lepra), präsentiert jede Körperzelle ständig Proteinbruchstücke des zellinnneren Stoffwechsels auf der Membranoberfläche. Zur Erkennung dieser Bruchstücke durch T-Killerzellen dient ein membrangebundenes Protein, das ähnlich wie Antikörper aufgebaut ist und das Proteinbruchstück bindet. Dieses Molekül wird MHC genannt wird (Major Histocompatibility Complex).
Bindet eine T-Killerzelle an einen MHC mit präsentiertem Molekül, wird es in der ersten Lebensphase eliminiert, da die Wahrscheinlichkeit nahezu 100% beträgt, dass es sich um ein körpereigenes Molekül handelt. Findet die Bindung nach der Reifung im Thymus statt, wird hingegen die Körperzelle zerstört und die Immunantwort ausgelöst“.

Es gibt somit eine „Fremd“  erkennende Immunantwort auf humoraler und zellulärer Ebene

 


Krankheiten ausgelöst durch DNA Antikörper:

Als klassische Krankheit, bei welcher das Immunsystem Antikörper gegen nukleäre Strukturen und gegen eigene DNA entwickelt ist der Lupus erythematodes.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_erythematodes#Ausl.C3.B6ser

Die antigen- wirksame Umwandlung von DNA - Konformationen in eine Konformation, welche DNA Antikörper auslöst, ist indes eine extrem komplexe Pathologie, die auch bis jetzt noch immer nicht gelöst ist.

https://en.wikipedia.org/wiki/Anti-dsDNA_antibodies

„Although the exact mechanism of the generation of dsDNA antibodies is still unknown, it is likely that extracellular DNA is one cause of an immune response against dsDNA. There is a great deal of evidence supporting the idea that dead or dying cells are one major source of this extracellular DNA.[6] Apoptosis is the highly organised process of programmed cell death in which the cell degrades the nuclear DNA and signals for phagocytosis. In people with SLE and other autoimmune disorders this process is thought to be defective, causing either an increase in cell death and/or a decrease in the rate of dead cell clearance.[7]

Diese vermutete Pathologie führt unmittelbar zu den obigen Ausführungen über zirkulierende DNA.

Ferner ist ein „molekulares Mimikry“ eine attraktive Hypothese für die Generation von DNA Antikörpern.

 


CRISP editierte DNA und Proteinsynthese

Ich werde versuchen darzustellen, dass befürchtet wird, dass die mit CRISPR veränderte DNA möglicherweise ähnlich einem molekularen Mimikry zu einer Konformation führen kann,  die als „fremd“ erkannt werden kann.

CRISPR editieren wird als natürlich bezeichnet, da man keine fremde DNA wie bei früheren Interventionen der DNA Edition angewendet hat. Es werden lediglich natürliche DNA Editionen durch Austausch, Entfernung oder Hinzufügen von eigenen DNA Bausteinen durchgeführt. Wenn dabei ein Gen deaktiviert wird, so kann das zu einer neuen Konformation führen, aber nicht zu einer entspr. Proteinsynthese.

Eine Wirkung dieser Eingriffe, die viel diskutiert werden, ist nämlich, dass eine so veränderte DNA auch zu Endstreckenveränderungen in Proteom führen kann und dann wiederum zu Proteinen mit veränderter Konformation.  Besteht die Gefahr oder die Möglichkeit das editierte DNA durch veränderte Konformation zu einer Antikörperbildung anregt?

Eine mögliche erste Wirkung, die meiner Meinung nach noch nicht ausreichend diskutiert wurde, ist die sicher darauffolgende Konformationsänderung der DNA Struktur selbst.

Wenn diese Veränderung der Konformation so aus geprägt ist, dass das Immunsystem dieselbe als fremd erkennt, so könnte man denken, dass erstens eine so editiert den DNA abgeräumt werden kann oder aber es können sich zweitens Antikörper dagegen bilden. Ist diese Sorge berechtigt?

Es ist noch unbekannt, ob überhaupt, in welchem Ausmaß und mit welchen Folgen solcher potentiellen DNA - Antikörper eine gesundheitliche Wirkung entfalten könnten?

Ich gehe von der Befürchtung aus, dass die mit CRISPR Anwendung zu einer Konformationsänderung der editierten DNA  führen kann , diese aber entsprechend dem Ausmaß der Edition sehr gering ausfallen kann?

Wenn es zu einer Gendeletion kommt, dann entsteht keine Konformationsänderung und folglich auch kein verändertes Protein. Bei anderen Editionen aber wohl.

http://www.nature.com/nature/journal/v527/n7576/full/nature15544.html?WT.ec_id=NATURE-20151105&spMailingID=49939656&spUserID=MjA1NzcwMjE4MQS2&spJobID=800557975&spReportId=ODAwNTU3OTc1S0

http://www.crisprupdate.com/conformational-control-of-dna-target-cleavage-by-crispr-cas9/


Bei der befürchteten Konformationsänderung gäbe es 3 Konstellationen:

1. Für die so editiert the DNA gibt es kein spezifisches, diese Konformation erkennendes abbauendes Enzym oder die vorhandenen Enzyme können diese DNA abräumen, sobald sie zugänglich oder in die Zirkulation gelangt

2. Die so editierte DNA weist eine Konformation auf, die sie dem Immunsystem als antigenwirksam präsentiert, so dass sich ein spezifischer DNA- Antikörper ausbilden könnte?

3. Von einer so editierten DNA kann die Synthese eines Proteins entstehen, dessen Konformation ebenfalls Antigen wirksam sein kann und zu Antikörpern gegen dieses Protein führen kann.

Man befürchtet also, dass sich möglicherweise pathologische Immunreaktionen im Organismus eines Menschen entwickeln könnten, die mit einer CRISPR editierten DNA oder der von ihr geleiteten Synthese eines Proteins mit dem Immunsystem in Berührung kommt mit der Folge einer Antikörperbildung Immunkrankheit führen könnte ähnlich dem Lupus Erythematodes oder anderen Immunkrankheiten wie Rheuma, um nur diese beiden aus einer großen Palette zu nennen.

Dieser Tage hat ein schwedischer Wissenschaftler zum ersten Mal eine Mahlzeit zu sich genommen die ein CRISPR editiertes Produkt enthält.

http://www.sciencemag.org/news/2016/09/did-swedish-researcher-eat-first-crispr-meal-ever-served?utm_campaign=news_weekly_2016-09-09&et_rid=180785409&et_cid=792579

Zusammen mit seinem Spagetti Mahl hat er 300 gr Gen- editierten Kohl zu sich genommen, den er mit Gen editiertem Samen gezüchtet hatte.  Er gibt nicht an von wem er den editierten Samen erhalten hatte.

Er hat mir geschrieben, dass ein Gen in diesem Samen durch CRISP deletiert wurde, also DANN- Abschnitte entfernt wurden , und dass dieses Gen in der DNA dann keine Proteinsynthese induzieren kann. Daraus schließt er, dass dies keine negative Folge haben sollte. Ob die editierte DNA immunogen wirken kann, kann er nicht beurteilen, - ich auch nicht.

Johansson bezieht sich also nur auf eine „Gendeletion“, die er als nicht biologisch relevant ansieht

Was aber, wenn mit CRISPR andere Geneditionen als die Entfernung eines Gens durchgeführt werden. Was können solche sein?

Was Johansson beschreibt mit der Gendeletion, die dann kein Protein codieren kann und daher , wie er sagt gefahrlos sei,  ist aber nicht das, was heute mit CRISP allgemein gemacht wird. Wenn man mit CRISPR die DNA kürzen, ersetzen und unterbrechen kann, so resultiert eine neue DNA mit einer neuen Konformation. Im Prinzip werden „Mutationen“ generiert. Es ist nicht untersucht, ob und wie unser Immunsystem auf solche Konformationsänderungen reagiert.

Aus der Paläanthropologie wissen wir inzwischen, dass das Y-Chromosom des (männlichen) Neandertalers im genetischen Vergleich zum Homo sapiens ein mutiertes Gen aufweist, welches bei Schwangeren zu einer Immunantwort führen kann, in deren Folge die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt erhöht ist. Vielleicht hat das dazu beigetragen, dass diese Art Neandertaler ausgestorben ist? Ist ein solches Szenario zu weit hergeholt?

 

 Dies wird sich in der „grünen Biologie“ von Samen und Pflanzen anders auswirken als in der „roten Biologie“ von lebenden Tieren und Menschen,- und dort geht man sehr weit inzwischen, wie ich zeigen werde. Gen editierte „mutierte“  Pflanzen werden freigesetzt, gen editierte Haustiere kann man heute in China bestellen, geneditierte menschliche Embryonen bis zur 14- Tage Grenze „leben“. Diese Grenze soll fallen und man ist dabei geneditierte Menschen zu züchten. Entwickelt sich in diesen ein „tolerantes“ Immunsystem?

 

Zusammenfassung:

Ich habe versucht, einmal die möglichen bisher nicht genügend gewürdigten Veränderungen durch eine Gen Edition von Samen vermittels CRISPR für die menschliche Gesundheit zu erörtern vor allem vor dem Hintergrund der möglichen Immunreaktionen ausgelöst durch CRISPR veränderte Samen und Pflanzen.

Bis anhin gibt es noch keinen Hinweis dafür, dass mögliche Konformationsänderungen von editierter DNA oder der von ihr gesteuerten Proteinsynthese zu einer pathologischen Immunreaktion mit Krankheitsfolgen führen kann.

Eines weiß man aber schon: Die Autoimmunkrankheiten nehmen zu und Umweltfaktoren werden verantwortlich gemacht,- solche sind bisher noch nicht mit Sicherheit assoziiert mit Gen- editierten Faktoren, wirken aber nach wissenschaftlichen Ergebnisse genauso  am Genom und Epigenom.

http://www.nzz.ch/wissenschaft/medizin/zunahme-von-autoimmunerkrankungen-immunzellen-geraten-ausser-kontrolle-ld.110591

http://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/autoimmunerkrankungen.html

 

Die bisherige Datenlage meiner Recherche ist gegenwärtig unvollständig, ob geneditierte Samen und Pflanzen Immunreaktionen beim Menschen herrufen können.

Befürworter der Technologie und Gegner werden handfeste wissenschaftliche Beweise erbringen müssen, welche die ausführlich dargestellten Möglichkeiten der krankhaft - antigenen Konformationsänderung von DNA und Proteinen für die Gesundheit des Menschen belegen.


 

 Geneditiertes Sperma und Menschenzüchtung:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/234-vom-gen-editierten-sperma-und-asi-zu-einer-neuen-welt

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/241-da-liegt-der-hund-begraben-der-klonierte-freund-des-menschen

Soeben wurde in Großbritannien das „Genome Editing“ erstmals legalisiert.

http://www.n-tv.de/wissen/Briten-erlauben-Genmanipulation-an-Embryos-article16902706.html

 

Genome Editing und Synthetische Biologie:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/253-die-neue-zukunft-der-menschheit-genome-editing-und-synthetische-biologie

 

Dann sind wir etwa in 2040- 2050 und ASI mit neuen Menschen und deren Robotern sorgt für eine neue Weltordnung auf der Erde und außerhalb im All , wo dort erreichbar.

     


 

25.11.2016

Ei vom Mann, Sperma von Frau

Embryo von CRISP

Genom vom Labor, - die neue Menschheit

Während Claudio Magris (Utopie und Entzauberung, Hanser, 1999) noch über die „Philosophie“ von gestern schreibt, seine Schlussfolgerungen obwohl noch für heute gültig scheinend, so schreitet die biosoziale Entwicklung der Menschheit in ganz andere Richtungen, weit weg vom gegenwärtigen Denken der Philosophie, die nun ganz ihre Bedeutung einbüßen wird.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/240-24-12-2015-das-ende-der-philosophie

Die Geisteswissenschaften gehen in die Biowissenschaften über, zumindest, was die Zukunft des Menschen anlangt. Wie diese zukünftigen Menschen denken werden, können wir noch nicht wissen und auch noch nicht darüber nachdenken, nicht einmal das. Kirchenvertreter, Soziologen und Ethiker beschreiben nur noch ihre warnende Fassungslosigkeit, mit der die neuen Geobiologen nichts mehr anfangen können und werden.

Dasselbe gilt für die „Artifizielle Intelligenz“ wo bei Google Brain inzwischen neuronalen Netzwerken (Alice ,Bob und Eve) beigebracht wurde, sich selbstlernend und vom menschlichen Denken unabhängig geheime Codes beizubringen und diese für Menschen unverständlich untereinander zu kommunizieren.

https://arxiv.org/abs/1610.06918

Dass das eine Gefahr ist, wie von E. Musk und S. Hawkings und anderen dargestellt, wird von Joerg Schmidhuber ernsthaft in Zweifel gezogen. Er ist Doktorvater und Ziehvater wesentlicher Google Brain Denker ( Ich habe ihn gefragt, was passiert, wenn solche Maschinen an Roboter angeschlossen werden?: „wo ist das Problem?“ schreibt er mir)  Ich werde ihm darüber schreiben und seine Antwort dann hier publizieren.